Chronik 

In einer Urkunde von 1364 wird von einem ,,stockigen Weg" in Ober St. Veit berichtet. 
,,Stock im Weg" ist die Bezeichnung der Liegenschaften am westlichen  
Ende der  Ghelengasse bis zur Mauer des Lainzer  Tiergartens im
 Gebiet von Ober St. Veit.  
    Dieses Grundstück war bis zum Jahre 1892 im Besitz des
 Ledergalanteriefabrikanten Josef Weidmann aus Hietzing.
 Weidmann ließ sich auf diesem Grundstück ein prächtiges Sommer­haus im Schweizer Stil erbauen,
 in welchem er während der Sommerzeit
 zu wohnen pflegte.
Im Jahre 1905. pachtete dieses Areal Alfred Doll und errichtete darauf ein Ausflugsgasthaus. Alsbald wurde es ein beliebtes Ausflugsziel für die Wiener.
Allgemein ging die Rede über ,,Doll" in Ober  St.Veit und seiner, Lindwurmhütte".
Zum, Doll" führte ein Weg durch den Gemeindewald. Über ein Brücklein gelangte man in das Gasthaus.
Vor diesem Übergang und Eingang in das Gasthaus steht eine Tafel mit der Lindwurmsage.

 

Die Lindwurmsage

Als man schrieb 1115 Jahr,
Allhier ein großer Stock im Wege war,
Deß war ein hohler Lindenbaum,
 Hoch wie ein Turm
Der barg in seinem Bauch
Einen gift'gen Lindenwurm.
Der reckt die Zung' aus sieben Köpfen raus Und spie aus sieben Rachen Feuer aus.
Er fraß den Mann, den Stier, das Rind,
Die Kuh, die Frau und das Gesind.
 Und alle beteten zu Gott,
Daß er befrei sie dieser Not!
Da kam von drent der streitbare St. Veit, Von seiner Einsiedelei war es nicht weit. Der hat das  + + +Teifelsvieh
Geräuchert und besprengt,
 Daß es sogleich sein' sieben Köpf ' gehängt. Und durch des Exorcismus Macht,
 Hat er es glücklich umgebracht.
Der Stock im Weg war nun befreit,
Deß lobt St. Veit man alle Zeit!!!

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